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Zwei wichtige Ziele unserer Aufführungspraxis lassen Sie mich zu Beginn festhalten:
Nun stellt sich bei jeder neuen Konzertproduktion für Kinder die Frage, wie wir der Neugierde unseres jungen Publikums am besten begegnen. „Die Hauptsache ist, eine gemeinsame Sprache mit den Kindern zu finden“, sagt Sergej Prokofjew in der Entstehungsphase von „Peter und der Wolf“ und meint, wenn er von gemeinsamer Sprache spricht, die verbale Ebene bestimmt nur am Rande.
Kinder brauchen ein unmittelbares Erleben von Musik auf einer Basis, die für sie greifbar ist. Zuhören allein ist zuwenig bei einem Konzert. Dafür ist Musik eine zu abstrakte Kunstform. (Natürlich ist mir bewusst, dass Ausnahmen diese Regel bestätigen!) Das Schauen und Betrachten ist wichtig, das Mitsprechen und mitunter auch das aktive Mittun am Geschehen.
Kinder sind ein ehrliches und spontanes Publikum. Diese Tatsache stellt einerseits hohe Ansprüche an die Ausübenden, bringt aber andererseits den besonderen Reiz und die Herausforderung für diese spannende Tätigkeit.
Bestimmt stehen Kinder den unterschiedlichsten Musikstilen, von Klassik bis Rock´n Roll, von guter Volksmusik aus aller Welt bis zu allen möglichen Arten des Jazz weitaus offener und vorurteilsfreier gegenüber, als so mancher Erwachsene. Entscheidend ist nur die Atmosphäre, in der Kinder mit Musik konfrontiert werden, die Art der Darbietung und das Vermittlungskonzept.
In diesem Sinne sind wir seit 20 Jahren auf der Suche nach neuen Möglichkeiten einer Aufführungspraxis für Kinder. Entstanden sind seither Produktionen wie „Mozart für Kinder“, „Vivaldi Für Kinder“, „Johann Strauß für Kinder“, „Bilder einer Ausstellung“, „Der Karneval der Tiere“, „Peter und der Wolf“, „Der wilde Max“, „Zauberklang und Blechsalat“ sowie „Das Zookonzert“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“ (beide mit Musik von Erke Duit) und viele andere mehr.
Auftreten durfte Marko Simsa mit seinen KollegInnen u.a. im Wiener Musikverein, im Wiener Konzerthaus, in der Oper Graz, im Grazer Congress, bei den Salzburger Festspielen, am Salzburger Mozarteum, am Konservatorium Innsbruck, im Minoritensaal Graz und im Konzerthaus Klagenfurt, für die Jeunesse Österreich und für viele Kulturämter und Volksschulen in ganz Österreich. Konzerte gab es u.a. mit den Wiener Symphonikern, der Camerata Wien, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich, dem Blechbläserquintett mundArt, dem Holzbläserquintett Penta Musica sowie den Ensembles Klezmer Reloaded, Amarcord, Triology, Circus Bassissimus, Dschungelorchester, Boogie Woogie-Gang, der chilenischen Gruppe Pacha Manka u.v.a.
Auslandsgastspiele führten Simsa u.a. an die Oper Dortmund, die Tonhalle Düsseldorf, das Schauspielhaus Bochum, die Glocke in Bremen, die Musikhalle Hamburg, zur Oldenburger Promenade und an das Kindermuseum München. Außerdem gastierte er in der Schweiz, in Luxemburg, in Griechenland, in Ungarn und für das Südtiroler Kulturinstitut in Italien. Gemeinsame Auftritte gab es u.a. mit dem Orchester des Staatstheaters Wiesbaden, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, den Bochumer Symphonikern, der Rheinischen Philharmonie Koblenz, den Brandenburger Symphonikern und der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.
Als Autor veröffentlichte Marko Simsa bisher 18 Bücher (alle inkl. CD) die in 10 Sprachen übersetzt wurden. Dazu kommen mehr als 30 CD-Produktionen, meist zum Thema „klassische Musik für junges Publikum“.
Preise und Auszeichnungen: Bisher durfte sich Simsa u.a. über den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ (für die CDs „Das Zookonzert“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“) sowie den „Umweltpreis für Kinder- und Jugendliteratur“ (für das Buch mit CD „Filipp Frosch und das Geheimnis des Wassers“) freuen. Die CD „Filipp Frosch“ wurde vom Institut für angewandte Kindermedienforschung in Stuttgart zum Hörbuch des Monats gekürt. Die Bücher mit CD „Schwanensee“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“ erhielten bei der LEOPOLD-Preisverleihung in Köln das Prädikat „Empfohlen vom Verband deutscher Musikschulen“. Das Doppel-CD-Hörbuch "Joseph Haydn für Kinder" wurde mit dem österreichischen Publikumspreis "Buchliebling" ausgezeichnet. Das Buch mit CD „Die Moldau“ erhielt von der deutschen AJuM - Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien den „Lesepeter“ im Bereich Sachbuch. Und schließlich kürte die "Lesewelt Berlin" das Buch mit CD "Das Zookonzert" zum "Buchtipp des Monats Mai 2010".